Gynäkologie

Gynäkologie beim Pferd – das bedeutet mit möglichst wenig Aufwand eine Stute tragend zu bekommen.

Hierbei spielt neben der Beschaffenheit bzw. Gesundheit der Geschlechtsorgane vor allem die möglichst nah an der Ovulation durchgeführte Besamung eine wichtige Rolle.

Die Arbeit des Tierarztes beginnt also mit der Feststellung der Zuchttauglichkeit. Die dazu notwendigen Tupferproben, die am Anfang der Saison aus der Gebärmutter entnommen werden, lässt man in einem zertifizierten Labor auf eventuelle bakterielle Besiedlung untersuchen.

 

Ist die Gebärmutter der Stute also frei von krankmachenden Keimen und stellt der Besitzer die ersten Rosseanzeichen fest, untersucht der Tierarzt die Stute erneut.

In regelmäßig durchgeführten Follikelkontrollen (meist alle 24 bis 48 Stunden) wird der optimale Besamungszeitpunkt für die Frischsamenübertragung ermittelt. Jede Follikel-kontrolle erfolgt mittels Ultraschall, da nur so neben der Follikelgröße und –konsistenz auch der Zustand der Gebärmutter überprüft werden kann. Hierbei kommt es vor allem auf die Ausprägung des Schleimhautödems (sogenannte Radspeichen) an.

Nach der Besamung erfolgt die Feststellung der Trächtigkeit im Normalfall um den 16. Tag. Haben die Follikelkontrollen während der Besamung eine Ovulation von zwei Follikeln ergeben, sollte die Trächtigkeitskontrolle eher erfolgen, um eine Zwillingsträchtigkeit möglichst früh zu erkennen und zu therapieren. Eine weitere Trächtigkeitskontrolle ab dem 40. Tag wird empfohlen. Hier kann dann relativ leicht bei bei einer gesunden Fruchtanlage ein schlagendes Herz im Ultraschallbild festgestellt werden kann.

Neben den Stuten, die eine gute Fruchtbarkeit aufweisen, gibt es auch ältere Stuten, deren Fruchtbarkeit altersbedingt bereits deutlich abgenommen hat oder es durch Entzündungen oder Schwergeburten in der Gebärmutter zu Vernarbungen gekommen ist. Für diese sogenannten „Problemstuten“ ist eine Untersuchung der Gebärmutterschleimhaut mittels Uterusbiopsie sinnvoll. Anhand der Ergebnisse lässt sich abschätzen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Fohlen ausgetragen werden kann.

Es wird allgemein empfohlen, die Biopsie bei Stuten ab einem Alter von 15 Jahren durchzuführen.

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